Aktuelles

    
19.01.2024
Neujahrsempfang für die ehrenamtlich engagierten Menschen bei der ABK Neustart gGmbH

Am gestrigen Abend fand im Eulershof der Neujahrsempfang für die ehrenamtliche engagierten Menschen bei der ABK Neustart gGmbH statt. Wir haben uns sehr gefreut, dass sehr viele der Eingeladenen unsere Gäste waren, besonders zu erwähnen ist die Teilnahme von Herrn Dr. Ziemons, Sozialdezernent der StädteRegion Aachen, der mit seiner Anwesenheit die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit in der Straffälligenhilfe in Aachen unterstrich und die Wertschätzung auch zum Ausdruck brachte.
Seinen Worten folgte eine Ansprache über die Relevanz der ehrenamtlichen Arbeit in der Straffälligenhilfe durch Jil Reinardt, die für das Ehrenamtsprojekt zuständige Mitarbeitende der ABK Neustart gGmbH:

„Liebste Ehrenamtliche,
ich wollte den Moment auch nochmal nutzen um ein paar Worte über die gesamtgesellschaftliche und soziale Relevanz des Ehrenamtes in der Straffälligenhilfe zu sagen. Ich möchte eigentlich mit der Begrifflichkeit des „Ehrenamtes“ anfangen. Wenn man den Begriff auseinandernimmt ergibt sich daraus, dass ihr alle einem ehrenvollen Amt nachgeht. Sucht man im Duden nach Synonyme zu ehrenvoll ploppen unter anderem Begriffe wie Anerkennung und Dank verdienend auf. Und das möchte ich mit den paar Worten, die ich an euch richte ausdrücken: Dank und tiefste Anerkennung!

Im Jahr 2023 waren insgesamt etwa 16,06 Millionen Menschen in Deutschland in einem Ehrenamt tätig, leider gibt es keine offiziellen Zahlen darüber wie viele Menschen sich in der Straffälligenhilfe ehrenamtlich betätigen, aber ich würde fast behaupten, dass es nur ein kleiner Anteil ist und ihr seid ein Teil davon! Es gibt so viele Gründe warum man sich in der Freiwilligenarbeit engagiert: man möchte Sinnvolles tun, Neues erleben, Erfahrungen sammeln oder aber auch eigene Lebenserfahrung weitergeben. Und ihr habt euch dafür entschieden eure Freizeit zur Verfügung zu stellen um Inhaftierte oder Haftentlassene zu begleiten.

Im Strafvollzugsgesetz steht im §1:
„Der Vollzug der Freiheitsstrafe dient dem Ziel, Gefangene zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe hat darüber hinaus die Aufgabe, die Allgemeinheit vor weiteren Straftaten zu schützen.“

Somit gilt als oberstes Vollzugsziel die Resozialisierung der Inhaftierten. Ich denke aber, dass die Resozialisierung von Straffälligen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und, dass das ehrenamtliche Engagement im Justizvollzug ein sehr wichtiger und nicht zu unterschätzender Baustein dessen ist. Wir müssen uns an dieser Stelle vielleicht etwas vergegenwärtigen: Jeder Mensch der in Haft sitzt, hat in seinem Alltag mit Menschen zu tun, die entweder dafür bezahlt werden um sich mit ihnen zu beschäftigen oder mit Menschen, die sich am Ende des Tages vielleicht doch nur als zweckmäßige Lebensabschnittsbekanntschaften herausstellen. Die Ehrenamtlichen hingegen betreten die Anstalt ohne Zwangskontext, freiwillig für beide Parteien und werden nicht dafür bezahlt Zeit mit den Inhaftierten zu verbringen, begegnen Ihnen mit echtem Interesse ohne in eine Bewertung übergehen zu müssen und sind manchmal die einzige Verbindung zur Außenwelt. Der eintönige Haftalltag wird durch Gespräche und Aktivitäten unterbrochen und die Inhaftierten sind so glücklich und dankbar für diese neuen Impulse und anregende Gespräche. Dieser Kontakt ermöglicht es dem Inhaftierten noch mitzubekommen was „draußen“ läuft, gibt der „Freiheit“ ein Gesicht und das erleichtert später sicherlich den Übergang in die Freiheit.

Es gibt aber noch eine zusätzliche Komponente: ihr erlebt sicher immer wieder Gegenwind oder begegnet kritischem Hinterfragen was euer gewähltes Ehrenamt betrifft. Aber dadurch, dass ihr alle mit Leib und Seele dabei seid und wisst warum ihr das macht geht ihr raus in die Welt und berichtet genau diesen kritischen Menschen von euren so wertvollen Begegnungen mit straffällig gewordenen Menschen und räumt damit viele Klischees gegenüber Menschen in Haft, die es unumstritten noch immer gibt, weitestgehend aus dem Weg. Und auch deswegen ist das Ehrenamt aus gesamtgesellschaftliche Perspektive so wichtig. Aber vor allem bedeutet euer Ehrenamt so viel für die Inhaftierten. Danke, dass ihr so verlässlich für diese Menschen da seid, die oftmals gesellschaftlich ausgegrenzt und verurteilt werden. Euer Engagement bedeutet für jeden einzelnen betreuten Inhaftierten eine wertvolle Zuwendung und sicherlich auch ein Ansporn dem Leben nach Haft eine neue Wendung zu geben. Ich möchte euch im Namen aller Inhaftierten und auch im Namen der Straffälligenhilfe für euer Engagement danken! Ich denke wir glauben alle an „die Sache“ und dafür fühle ich mich euch sehr verbunden und bin dankbar, dass ich dieses Projekt zum August 2023 übernehmen durfte.“

 

 

 

 

15.01.2024
Jahresplanung 2024 für die ehrenamtlich Tätigen der ABK Neustart gGmbH

Wir in jedem Jahr bieten wir den ehrenamtlich Tätigen im Ehrenamtsprojekt der ABK Neustart gGmbH ein Aktivitätenprogramm.

Hier finden Sie alle Informationen über unser Angebot 2024.

 

06.02.2023
Freizeitaktivität für Betreute der ABK Neustart gGmbH

Im Normalfall versuchen wir in regelmäßigen Abständen Freizeitaktivitäten sowie Essensangebote für unsere Klient*innen anzubieten. Leider waren die letzten drei Jahre alles andere als „normal“. Auch die ABK Neustart gGmbH war von dem Ausbruch der Corona-Pandemie betroffen. Nach langem Warten gab es jedoch wieder ein langersehntes Gruppenangebot. Alle unsere Klient*innenhaben mit ihrer Weihnachtstüte eine Einladung zum „Bowlen“ in Kerkrade erhalten. Schlussendlich sind wir mit insgesamt dreizehn Betreuten und fünf Betreuer*innen gemeinsam über die Grenze gefahren. Da wir erstaunlicherweise viel zu früh ankamen, gab es erstmal einen leckeren Kaffee zum Aufwärmen in einer wohl sehr bekannten Fast-Food-Kette. Auch die Warterei konnte uns die Vorfreude nicht nehmen. Als die Bowling-Halle endlich ihre Türen für uns öffnete, wurden erstmal die entsprechenden Bowling-Schuhe verteilt und schon konnte das Vergnügen losgehen. Aufgrund der doch unüblichen Zeit, hatten wir die ganze Bowling-Halle für uns. Unsere Betreuten hatten sichtlich Spaß und konnten den Tag bei einer Pommes und einem kühlen Getränk ausklingen lassen. Danke an euch alle, dass ihr dabei wart!

An dieser Stelle wollen wir uns auch nochmal recht herzlichst beim AKS e.V. für die Finanzierung unserer Freizeitangebote bedanken. Im sozialen Bereich sprechen wir gerne und auch oft über das Thema der Teilhabe und genau mit solchen Freizeitaktivitäten wird die Teilhabe von Haftentlassenen generiert. Wir hatten wirklich unfassbar viel Spaß und sind alle mit einem Lächeln im Gesicht zurück nach Aachen gefahren! Dankeschön!

27.10.2022
„Die Welt, in der wir leben hat sich grundlegend geändert.“

Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter der ABK Neustart gGmbH und stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Arbeitskreis Straffälligenhilfe e.V. (AKS) hat auf der Tagung für ehrenamtliche Mitarbeitende am 16./17.09.2022 in Wuppertal die Eröffnungsrede gehalten:

„Die Welt, in der wir leben hat sich grundlegend geändert. Die Coronapandemie und der Krieg in der Ukraine haben die Erde quasi auf den Kopf gestellt. Nichts ist mehr so, wie es war! Viele fragen sich, wie es weitergeht – auch die Menschen im Gefängnis stellen diese Frage, machen sich Gedanken zum Krieg in der Ukraine, zur Energieversorgung in Deutschland und zu den steigenden Preisen im Alltag. Aus meinen Gesprächen mit Gefangenen weiß ich, dass sie das alles nicht kalt lässt. Natürlich sind auch sie von den Coronamaßnahmen betroffen. Die Auswirkungen in den Haftanstalten mit Maskenpflicht, Impfungen und eingeschränkten Besuchen oder der komplette Ausfall von Kontakten für eine lange Zeit. Auch wir Ehrenamtlichen durften nicht hinein, haben manchmal keine Möglichkeiten des Kontakthaltens gefunden. So lange es möglich war führten wir Diskussionen über die Frage, wie sinnvoll Impfungen sind oder ob man sich boostern lassen soll? Und kaum trat Corona etwas aus dem Fokus, begann der Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine. Unfassbar für den Inhaftierten und mich. „Warum?“, fragten wir uns. „Was ist, wenn Putin in die baltischen Staaten oder Polen einmarschiert, dann sind wir doch im Krieg. Wir im Gefängnis fühlen uns genauso hilflos wie viele draußen.“ Obwohl Strafgefangene von der Welt über die Medien nur mittelbar etwas erfahren, erlebe ich Gespräche mit viel Empathie, großem Verständnis, aber auch Wut. Ja, ich habe das Gefühl, dass meine Beziehung zu den Inhaftierten noch nie so eng war wie jetzt. Sie brauchen das Gespräch … und ich auch!
Das gibt mir – trotz alledem – ein gutes Gefühl: Gespräche auf Augenhöhe!“

Dietmar Landscheidt ist ehrenamtlicher Betreuer in der JVA Aachen. Er begleitet einzelne Menschen in Haft und bietet einen Kurs „Deutsch Förderung“ für Langzeitinhaftierte an. Er ist sowohl in der Einzel- als auch Gruppenbetreuung tätig.

26.10.2022
Treffen mit OB Frau Keupen

Am 25.10. 2022 fand das zweite Treffen der Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen Frau Keupen mit den Vereinen und Initiativen der Pari AG des Paritätischen in der Städteregion Aachen statt. Nach der Wahl der Oberbürgermeisterin im Jahr 2020 war vereinbart worden, dass ein jährlicher Austausch stattfinden soll, damit die Oberbürgermeisterin immer aktuell über soziale Belange in der Stadt Aachen informiert bleibt. Bei dem Austausch und der lebhaften Diskussion standen vor allen Dingen die Probleme der steigenden Energiekosten, der größer werdenden Inflation und auch der allgemeinen Wohnungsnot im Vordergrund. Insbesondere die ABK Neustart gGmbH konnte in diesem Zusammenhang noch einmal auf die besonderen Probleme der Suchtkranken, der Haftentlassenen und der Wohnungslosen aufmerksam machen. Sofortige Lösungen konnten für die Probleme natürlich nicht geschaffen werden, aber gut zu wissen, dass diese Probleme von der Stadt Aachen nicht aus den Augen verloren werden.

22.09.2022
Shuttle Sozial 2022 – Ein bunter Nachmittag der Ideen und des Austauschs



Das vierte Shuttle Sozial war eine sehr gelungene Veranstaltung!
Das Shuttle Sozial 2022 wurde von der paritätischen Arbeitsgemeinschaft (Pari-AG) konzipiert und gemeinsam realisiert. Es wurden Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen sechs geführte Routen per Shuttle Bus angeboten. Wir haben uns sehr gefreut, dass alle demokratischen Parteien vertreten waren. Die Routen führten zu insgesamt 16 Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW sowie zu dessen Geschäftsstelle in Aachen. Jede Station gab Informationen zu einem Schwerpunktthema und es wurden aktuelle soziale Projekte in unserer Region vorgestellt. Alle Routen starteten bei der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung Hörgeschädigter gGmbH (HGZ) und endeten ebenfalls beim HGZ mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung. Zu Beginn luden Arnold Schweden (Vorstandsmitglied der Kreisgruppe Städteregion Aachen) gemeinsam mit Manuela Aye (Kreisgruppengeschäftsführung) die Anwesenden ein sich ein Bild von dem paritätischen Kosmos und dessen Planeten zu machen.

Der Nachmittag war bunt, anregend und angefüllt mit vielfältigen Begegnungen und gewinnbringendem Austausch mit den Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und den Beteiligten aller teilnehmenden Einrichtungen. Ein großartiges Erlebnis der Vernetzung nach der langen Corona-Abstinenz. Diese Wahrnehmung bekräftigten in einer kurzen Runde zum Rückblick Herr Dr. Ziemons (Dezernent für Soziales, Gesundheit und Digitalisierung der StädteRegion Aachen); Herr Tillmanns (CDU Fraktion kinder- und jugendpolitischer Sprecher) und Frau van der Meulen (Sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke Stadt Aachen) sowie alle Anwesenden bei einem lockeren Austausch zum Ende des Tages.

Vielen Dank an alle, die sich haben einladen lassen und beteiligt haben!

Folgende Einrichtungen der paritätischen Arbeitsgemeinschaft (Pari-AG) beteiligten sich am Shuttle Sozial 2022:

 

Ein paar Eindrücke und Stimmen haben wir sammeln können:

Ursula Maschke / Pro Familia e.V.:
„Durch die hohe Teilnahme an dieser Veranstaltung fühlen wir uns mit unserer Arbeit gesehen und gewertschätzt. Besonders eindrücklich erlebten wir die angeregte Diskussion in unserer Beratungsstelle, […] zu dem hochaktuellen Thema „psychosoziale Beratung bei Pränataldiagnostik“ vor dem Hintergrund der seit dem 01.07. 2022 kassenfinanzierten Tests in der frühen Schwangerschaft auf Trisomien.“

 Viola Kühn / KOMO e.V.:
„Für uns eine gelungene Möglichkeit die Sichtbarkeit unserer Zielgruppe zu fördern – Ein Bewusstsein schaffen für die vielfältige Trägerlandschaft. […] Besonders die Tatsache die jeweiligen Einrichtungen auch vor Ort zu besuchen schien einen großen Mehrwert für die Besucher*innen darzustellen (und natürlich auch für uns als Einrichtung – nah dran an der jeweiligen Arbeitsrealität)“

Sigrid Ophoff / Lebenshilfe Aachen FeD GmbH:
Rollentausch, so hieß das Angebot für die Besucher*innen von „Raus aus der Box – Exitstrategien für Inklusion“. In einem kurzen Spiel, bei dem alle gemeinsam in ihrer Rolle mit Einschränkungen Aufgaben lösen konnten, wurden die konkreten Hindernisse der Inklusion deutlich. Von Seh- und Hörbeeinträchtigung bis hin zur Schwerstbehinderung wurden die Behinderungen erlebbar und lösten viele Fragen und einen intensiven Austausch zur „Barrierefreiheit“ aus.

Ursula Stolten-Beyer / Hörgeschädigtenzentrum Aachen:
„Da das HGZ der Austragungsort für die Auftakt- und Abschlussveranstaltung war, stand bei uns der Gesamtablauf mehr im Vordergrund, als die eigene Vorstellung. Die gute Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen des Paritätischen und die gute Vorbereitung möchte ich hier hervorheben. Der Rahmen stimmte, die Atmosphäre und auch die Beköstigung. Gut fand ich, dass der offizielle Teil der Redner kurzgehalten war, so dass genug Zeit für einen lockeren Austausch blieb. Ich fand die Veranstaltung rundum gelungen.“

Martin Czarnojan / ABK Neustart gGmbH:
„Der ABK Neustart hat einen äußerst positiven Eindruck von der Veranstaltung mitgenommen. Politiker und Politikerinnen haben sich wieder bedankt, einen derart guten Einblick in die Arbeit der Vereine zu erhalten. Eine hervorragende Ergänzung zu den politischen Gremien, in denen über die Förderung der Arbeit entschieden wird.  Die Mitarbeitenden des ABK Neustart waren zufrieden damit, einmal die Möglichkeit zu erhalten Ihre schwierige und aufreibende Arbeit darzustellen, gleichzeitig aber auch noch einmal auf die Notwendigkeit des bürgerlichen Engagements hinzuweisen, mit wieviel Herzblut diese Arbeit betrieben wird.“

Lebenshilfe Aachen e. V. / Barbara Krüger:
„Der Nachmittag war bunt und angefüllt mit vielfältigen Begegnungen und gewinnbringendem Austausch mit den Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und den anderen teilnehmenden Einrichtungen. Ein großartiges Erlebnis der Vernetzung nach der langen Corona-Abstinenz. Vielen Dank an alle, die sich haben einladen lassen und beteiligt haben!“

 Janina Böcking / Aachener Laienhelfer Initiative e.V.:
„Mit unseren Gästen durften wir einen Austausch mit echtem Interesse und auf Augenhöhe erleben. Insbesondere die Perspektive unserer Nutzer*innen, die als Gesprächspartner*innen zur Verfügung standen, wurde von den drei Politikerinnen sehr wertgeschätzt.“

 Susanne Bücken / Café Zuflucht, Refugio e.V.:
„Wir haben den Besuch der sehr interessierten Vertreter*innen aus der Politik als anregend und produktiv erlebt. Für unser Team war es eine wichtige Erfahrung, über das besondere Format des Shuttle Sozial mit den Politiker*innen in einen fachlich intensiven und wertschätzenden Austausch zu kommen. Hierbei standen die existentiellen Problemlagen geflüchteter Menschen in Aachen und der StädteRegion und die Notwendigkeit der rechtlichen Beratung durch das Café Zuflucht im Fokus.“

Natalie Djurkovic / Frauen helfen Frauen e.V.:
„Wir erlebten sehr interessierte Teilnehmerinnen bei uns. Sehr wertschätzend. Sie waren sogar etwas früher da, was kein Problem war. Wir haben dann aber auch über 40 Minuten Zeit gehabt um mit den Anwesenden zu sprechen. Trotz allem war es etwas knapp. Wir wünschen uns solch ein Format jedes Jahr.“

 Agnes Zilligen / RückHalt e.V.:
„Das Interesse der Teilnehmenden aus Politik und Verwaltung an der Arbeit der Beratungsstelle RückHalt-M war hoch und sehr engagiert. […] Das „Männerbild“ in unserer Gesellschaft beinhaltet nicht, dass Jungen und Männer auch zu Betroffenen, zu Opfern, werden können. Aber es gibt sie eben trotzdem. Die Hilfsangebote von RückHalt-M sind extrem wichtig, niedrigschwellig und werden seit dem Start des Projektes vor rund 4 Jahren zunehmend in Anspruch genommen.“

Arnold Schweden / VKM Aachen e.V.:
„Wir haben auf unserer Tour viele interessante und offene Gespräche geführt. Das aufrichtige Interesse an unserer Arbeit war deutlich spürbar. Es haben sich durch das Kennlernen einige Felder gezeigt, bei denen wir innerhalb unseres Paritätischen vor Ort Möglichkeiten für konkrete Zusammenarbeit sehen. Die Begeisterung vom Format des Shuttle Sozial war sehr groß.“

 

 

 

 

16.09.2022
Shuttle Sozial in der StädteRegion Aachen

Mitglieder der Pari-AG des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes der StädteRegion Aachen veranstalteten am 16.09.2022 nach langer Zeit wieder einmal ein Shuttle Sozial, um Verwaltungsmitarbeiter*innen und Politiker*innen der StädteRegion Aachen die Möglichkeit zu geben, sich ausführlich über die Arbeit der freien Träger in der StädteRegion Aachen zu informieren. Die ABK Neustart gGmbH war als ständiges Mitglied der Pari-AG bei der Vorbereitung, Planung und Durchführung der Veranstaltung maßgeblich beteiligt. Auf sechs unterschiedlichen Routen konnten sich die Besucher*innen ausführlich über die Arbeit von Pro Familia, dem Rückhalt e.V. dem PÄZ, dem Cafe Zuflucht, des ALI e.V., der ABK Neustart gGmbH und vielen anderen Einrichtungen informieren.
Ein Klient der ABK Neustart gGmbH berichtete den Besucher*innen von seinen persönlichen Erfahrungen und unterstützte damit den Fokus auf das Thema Übergangsmanagement als einer der Themenschwerpunkte der Angebotspalette der ABK Neustart gGmbH.

Den Abschluss fand das Shuttle Sozial im Gehörlosenzentrum in der Talbotstraße, wo alle Beteiligten sich über ihre Erfahrungen austauschen konnten. Über die rege Teilnahme, das große Interesse und den intensiven Austausch mit den Gästen haben wir uns sehr gefreut.

 

14.09.2022
Exkursion zur Forensischen Klinik nach Bedburg-Hau

Exkursionen ehrenamtlicher Kräfte waren seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie nicht mehr möglich. Nun war es aber wieder so weit. Der schon im letzten Jahr geplante Ausflug zur Forensischen Klinik in Bedburg-Hau konnte nun endlich stattfinden.

Ehrenamtlich Engagierte bei der ABK Neustart gGmbH, die Gefangene in den Justizvollzugsanstalten betreuen, sehen sich häufig damit konfrontiert, dass ihre Betreuten in den Maßregelvollzug verlegt werden und dort eine, im Volksmund „Zwangstherapie“ genannte, Suchttherapie machen müssen. So war das Interesse auch sehr groß, eine suchttherapeutische Einrichtung zu besichtigen und sich mit dem Fachpersonal austauschen zu können. So machten sich am 14.09.2022 19 ehrenamtliche und interessierte festangestellte Mitarbeitende der ABK Neustart gGmbH auf den Weg.
Empfangen wurden sie in Bedburg-Hau von Herrn Dr. Pantelatos und dem gesamten Team der forensischen Nachsorge. Für das leibliche Wohl wurde mit einem kalten Buffet gesorgt. Den Anfang machte Herr Dr. Pantelatos mit einem Power-Point-Vortrag über die forensische Klinik und deren Behandlungsmöglichkeiten von suchtkranken Straftätern. Im Anschluss daran konnten Fragen gestellt werden und es entwickelte sich eine rege Diskussion über den Erfolg und die Möglichkeiten der Therapie, die Nachsorge und die daraus resultierende Zusammenarbeit der Klinik mit der ABK Neustart gGmbH. Den Abschluss der Veranstaltung bildete eine umfangreiche Führung über das Klinikgelände.